Aktuelle Presseaussendungen

10.5.2019 - Qualitätsmanagement und Evaluation sind unabdingbarer Bestandteil der medizinischen Rehabilitation

Qualitätsmanagement und Evaluation sind unabdingbarer Bestandteil der medizinischen Rehabilitation

Utl.: DeGEval-Frühjahrstagung fand heuer erstmals in Klagenfurt statt

Klagenfurt (10.05.2019) – Am Donnerstag, 9.5.2019, fand im „Lakeside Spitz“ in Klagenfurt die Tagung „Qualitätsmanagement und Evaluation in der Rehabilitation“ statt, veranstaltet vom Arbeitskreis (AK) Gesundheit der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval), pro mente forschung und der Ferdinand-Porsche-Fern-FH. Im Mittelpunkt der Tagung, die mit hochkarätigen und erfahrenen Expertinnen und Experten aus ganz Österreich besetzt war, stand die Frage nach dem Stellenwert der wissenschaftlichen Evaluation in den verschiedenen Bereichen der medizinischen Rehabilitation.

Die medizinische Rehabilitation ist wichtiger Bestandteil des österreichischen Gesundheitswesens. Mehr als 300.000 Rehabilitationsaufenthalte werden jährlich in den in Österreich bestehenden rund 80 stationären Einrichtungen durchgeführt, dazu kommen noch die in den letzten Jahren steigende Anzahl von ambulanten Rehabilitationsverfahren. Die Tagung brachte tiefergehenden Einblick in die zahlreichen Qualitäts- und Evaluationsinitiativen der Einrichtungen.

Dem Sprecher des AK Gesundheit der DeGEval und Obmann der pro mente Gruppe in Kärnten, Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel, ist wissenschaftliche Evaluation ein großes Anliegen. „Wir konnten nun in der Reha-Klinik für Seelische Gesundheit auch unter Einbeziehung einer Eigenkontrollgruppe nachweisen, dass die stationäre Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen wirksam ist. Ebenso zeigt sich, dass gezielte Angebote für spezifische Problemlagen erfolgsversprechend sind. Die ersten Ergebnisse für Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen bestätigen diesen eingeschlagenen Weg in der Reha-Klinik für Seelische Gesundheit in Klagenfurt.“

Dr. Martin Skoumal, Chefarzt der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) stellte das Stufenmodell „RehaJET“ der PVA vor - ein auf Teilhabe ausgerichtetes zielorientiertes medizinisch-berufsorientiertes Reha-Konzept in den Einrichtungen der PVA, das modular aufgebaut und auf das Erkennen von beruflichen Problemlagen aufgebaut ist. Skoumal betonte die Wichtigkeit, auch die psychischen Belastungen der Patientinnen und Patienten in die Reha einzubeziehen: „Nach einem Herzinfarkt ist die physische Reha wichtig, aber Unterstützung bei der Bewältigung der massiven Angst rund um das dramatische Erlebte darf nicht vergessen werden. Daher ist Psychokardiologie in der Reha wichtig.“

Prim. Dr. Hanns Harpf, Leiter des Zentrums für ambulante Rehabilitation in Graz sowie Vorsitzender der Institutsleiterkonferenz der Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische Rehabilitation (AGAKAR) erklärt, Qualitätsmanagement setze eine gezielte Evaluation der Einzelbereiche voraus: „Eine Evaluation der Ergebnisse und der Nachhaltigkeit benötigt ausreichende Planung und ist ohne Datenbanken retrospektiv und prospektiv nicht möglich. Ein Benchmarking der ambulanten und stationären Einrichtungen der Rehabilitationsgebiete ist dringend anzustreben.“ Ein entscheidend begünstigender Faktoren für die Kardio-Reha ist laut Harpf Bewegung: „30 Minuten Gehen am Tag steigert die Lebenserwartung bereits um rund 30 Prozent. Das ist nicht viel Zeit und Aufwand, und es gibt kaum ein Medikament, das ähnlich gut wirkt.“ Wichtig seien weiters theoretische Schulungen der PatientInnen, da oft eine geringe Gesundheitskompetenz bezüglich des eigenen Körpers herrsche.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Geissler, Leiter der onkologischen Rehabilitation im Humanomed Zentrum Althofen und Leiter der Arbeitsgruppe „Rehabilitation des Onkologiebeirats des Gesundheitsministeriums, beleuchtete in seinem Vortrag den „Weg zurück ins Leben“ nach Krebserkrankungen: „Im Humanomed -Zentrum Althofen wurde 2009 mit einem Pilotprojekt für Onkologische Rehabilitation begonnen. Wir konnten folgendes beweisen: Patienten stabilisieren ihren physischen Zustand. Sie verbessern deutlich und nachhaltig ihren psychische Situation (Verringerung von Depressivität, Angst und Niedergeschlagenheit) sowie ihre Lebensqualität. Soziale und wirtschaftliche Faktoren haben einen starken Einfluss auf den Rehabilitationserfolg.“ Insbesondere macht Geissler auf die Einkommenssituation als wichtigen Faktor für den Outcome der onkologischen Rehabilitation aufmerksam.Die Leiterin der pro mente Reha Graz Prim. Dr. Susanna Anhaus weist auf das erklärte Ziel der Rehabiliation hin - die Förderung bzw. Wiederherstellung der Aktivitäten und Teilhabe der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden. Um die gesetzten Maßnahmen und deren Auswirkung auf die Ergebnisqualität zu überprüfen, wird Evaluation als Prozess verstanden, in dem immer wieder Anpassungen der Ziele und eingesetzen Maßnahmen bewertet und ermöglicht werden.

DI Dr. Gerhard Fülöp von der Gesundheit Österreich GmbH beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Planung im Gesundheitswesen (inkl. Qualitätsaspekten). Er hält umfassendere Belege betreffend den auch längerfristigen Nutzen der Intervention/Rehabilitation für hilfreich und erforderlich, auch um die Kapazitätsplanung in der Rehabilitation (inklusive Priorisierungen bezüglich der Reha-Formen stationär, ambulant bzw. Phase II und Phase III) in Differenzierung nach Indikationsgruppen besser unterstützen zu können. Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion weist er auf die Wichtigkeit hin, aufzuzeigen, dass durch das Messbarmachen erfolgreicher Rehabilitation auch die künftige Kapazitätsplanung unterstützt und erzielbare Kostenersparnisse sichtbar gemacht werden.

Die DeGEval-Frühjahrstagung findet einmal jährlich an wechselnden Standorten und mit unterschiedlichen Themen statt. Für nächstes Jahr ist eine Tagung zum Thema „Nachhaltigkeit von Maßnahmen der Gesundheitsförderung“ in Wien geplant.

(Schluss)

Bild: kk/pro mente forschung

v.l.n.r: Skoumal, Dr. Michaela Hiebler-Ragger BSc, MSc (pro mente Reha Graz), Mag. Agata Laszewska (MedUni Wien, Zentrum für Public Health), Fülöp, Harpf, Mag. Markus Schwab (pro mente Forschung), Mag. Eike Egger-Hagendorfer (Reha-Klinik für Seelische Gesundheit), Prim. Dr. Elke Böttcher (Humanomed Zentrum Althofen), Dr. Andrea Jansche (Reha-Klinik für Seelische Gesundheit), Mag. Michaela Krassnig (Reha-Klinik für Seelische Gesundheit), Spiel, Prof. (FH) Mag. Dr. Karin Waldherr (Ferdinand Porsche FernFH)

26.4.2019 - pro mente kärnten: Vorstand für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt

pro mente kärnten: Vorstand für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt

Wahl fand am 16. April 2019 statt – 40 Jahre nach Vereinsgründung

Klagenfurt (26. 4. 2019) – Bei der Vorstandswahl im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins „pro mente kärnten“ am 16. April 2019 wurde der Vorstand in seiner bisherigen Zusammensetzung für die nächste Funktionsperiode (vier Jahre) bestätigt.

Damit sind die Vorstandsfunktionen folgende: Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel bleibt Obmann von pro mente kärnten, Dkfm. Dr. Josef Hieden Obmannstellvertreter, Schriftführerin Liselotte Suette, Kassierin Mag. Annemarie Krammer. Als Angehörigenvertreterin gehört Edeltraud Kastner dem Vorstand an. Als Rechnungsprüfer wurden Josefine More und Werner Pollach gewählt.

„Die Kontinuität der Arbeit des Vereins wird damit auch für die Zukunft sichergestellt“, kommentiert Obmann Spiel das Ergebnis, „Wir blicken nun auf 40 Jahre pro mente kärnten zurück, in denen wir eine Fülle von Angeboten unter anderem im gemeindenahen sozialpsychiatrischen Bereich entwickeln konnten, und wir werden weiterhin daran arbeiten, dieses Angebot für psychische Gesundheit in Kärnten zu optimieren und weiter auszubauen. Wir werden auch in Zukunft eine Stimme für Menschen mit psychosozialem Unterstützungsbedarf sein.“

(Schluss)

4.4. 2019 - Jury prämierte Sieger des pro mente-Möbelentwurfswettbewerb „Handwerk trifft Design“

Jury prämierte Sieger des pro mente-Möbelentwurfswettbewerb „Handwerk trifft Design“

Aus Anlass von „40 Jahre pro mente kärnten“ Kooperation der pro-mente-Lehrtischlerei „Kretha“ mit TU Graz

(Spittal an der Drau, 04.04.2019) - Lehrlinge der pro mente kärnten-Lehrtischlerei „Kretha“ entwickelten in Zusammenarbeit mit Studierenden des Instituts für Raumplanung der TU Graz Möbelentwürfe, die heute in den Räumlichkeiten der Tischlerei präsentiert wurden. Beim gleichberechtigten Arbeiten mit den angehenden Architektinnen und Architekten lernten die angehenden Handwerkerinnen und Handwerker den Designprozess kennen und konnten unmittelbar Ideen zur praktischen handwerklichen Umsetzung liefern.

„ Ziel der Aktion war es, unser 40-Jahr-Jubiläum zum Anlass zu nehmen und unseren Lehrlingen eine Horizonterweiterung zu ermöglichen“, so der Geschäftsführer der pro-mente-kärnten-GmbH, Mag. Paul Streit, „durch die Kooperation mit Studierenden der Fachrichtung Architektur und Möbeldesign der TU Graz bekamen die Lehrlinge einen Einblick in den Entstehungs- und Entwurfsprozess von Möbeln und konnten auch ihre Fähigkeiten als Designer erproben.“

Für viele der angehenden Tischlerinnen und Tischler sei es eine wertvolle Erfahrung gewesen, gemeinsam mit den Architekturstudierenden methodisch alle Designschritte und gestalterischen Überlegungen durchzuarbeiten, die VOR der eigentlichen handwerklichen Arbeit stattfinden, so die Leiterin der Lehrwerkstätte „Kretha“, Margret Rausch: „Nicht nur das Siegerteam, sondern alle haben monatelang intensive und hervorragende Arbeit geleitet. Ich bedanke mich auch bei allen Betreuerinnen und Betreuern und freue mich, dass die Entwürfe heute von Jury und Medien die Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhalten, die sie verdienen.“

Dipl.-Ing. Dr. techn. Judith Augustinovič, Assistenzprofessorin am Institut f. Raumgestaltung, TU Graz, selbst auch Tischlergesellin, schätzt an dem Projekt besonders dessen Praxisnähe für die Studierenden: „Studierende und Lehrlinge eröffnen einander das Universum des jeweils anderen Berufs. Die Kooperation, die unser Dekanat für Architektur stark unterstützt hat, ist ein Wahlfach, das in dieser Form einzigartig in Europa ist. Möbeldesign sollte durchaus einen hohen Stellenwert in der Architektur haben - gerade auch bei aktuellen Wohntrends wie etwa „Tiny-Houses“ muss das Möbeldesign beim Hausbau gleich mitgedacht werden.“


Rainer Eberl, Tischlermeister und Raumgestalter an der TU Graz (Institut für Raumgestaltung): „Üblicherweise wird im Studierendenleben viel entworfen, aber wenig in die Praxis umgesetzt. Hier erleben die Studierenden , welche Konsequenzen jeder Strich auf dem Papier oder jede Holzauswahl beim Bau der Produkte hat. Letztendlich sollen die Möbel brauchbar und verkaufstauglich sein, nicht nur Lifestyleprodukte. Wir sind sehr dankbar, dass wir die topausgestattete Werkstatt hier in Spittal nützen dürfen – unter ausschließlicher Verwendung heimischer Hölzer.“ Seitens des Teams der TU Graz sei die Bereitschaft zur Weiterführung des Projekts gegeben.

Arch. Dipl.-Ing. Johannes Wohofsky von balloon architekten, Graz, einer der Projektinitiatoren, schildert die Kriterien, nach denen die Jury beurteilt hat: „Es geht um Ergonomie, Funktionalität, möglichst zeitloses Design, dies sind die Voraussetzungen von Nachhaltigkeit. Mir kommt innerhalb der Jury die Rolle der fachlichen Außensicht zu – ich beurteile nur das Ergebnis, nicht den Entwurfsprozess.“

Gerhard Pirih, Bürgermeister Spittal an der Drau und Juror, betont: „Es ist schön zu sehen, wie die Studierenden der TU Graz mit den pro mente-Lehrlingen der Tischlerei „Kretha“ dieses Projekt gemeinsam umsetzen. Auf diese Kooperation kann man zurecht stolz sein.“


Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel, Obmann von pro mente kärnten betont, er sei „enorm erfreut“, dass das Projekt realisiert werden konnte: „Dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die bei uns in der Lehrwerkstätte betreut werden und ihre Berufsqualifikation erwerben, mit einem hochkarätigen Team der Uni Graz zusammenarbeiten, wird sich sicher sowohl in ihrem Lebenslauf als auch im realen Leben künftig sehr positiv für sie auswirken. Selbiges wünschen wir selbstverständlich auch den Studierenden.“

Die Entwürfe der gemeinsamen Lehrveranstaltung wurden abschließend von einer Fachjury bewertet. Einzelne Möbelstücke sollen in der Lehrwerkstätte hergestellt werden und künftig in pro mente-Einrichtungen zum Einsatz kommen sowie auch in den pro mente Shops zum Kauf angeboten werden.

• Mit dem ersten Preis wurde der Entwurf „daybed LEO“ von Jorge Garcia Lopez (Erasmus-Student aus Madrid) und Antonia Prohammer (TU Graz) ausgezeichnet. Die Jury würdigte die schlichte Klarheit des Entwurfs.
• Den zweiten Preis erhielt der „Schaukler“ von Alexander Wachter, Fabian Staudacher (KRETHA), Matthias Assinger und Magdalena Joos (TU Graz).
• Der dritte Preis ging mit Sessel „Ludwig“ an Hannah Meister, Sarah Kirnbauer (KRETHA), Clara Ehgartner und Carina Zangerle (TU Graz).
• Einen Sonderpreis der Jury, gesponsert von der Stadtgemeinde Spittal an der Drau, erhielt das Team rund um „Grillwagen Oskar“ mit Andre Göres, Francesco Unterzaucher (KRETHA), Manuel Fasch und Daniel Huber (TU Graz).

Siegerteam des Wettbewerbs mit Jury
12.12.2018 - pro mente: kinder jugend familie und der Rotary-Club stärken St. Veiter Familien

pro mente: kinder jugend familie und der Rotary-Club stärken St. Veiter Familien

Utl.: Kooperation ermöglicht die Umsetzung des evidenzbasierten Familienstärkungsprogramms in St. Veit/Glan

Die pro mente: kinder jugend familie GmbH führt von September 2018 bis einschließlich Dezember 2018 in St. Veit das Familienstärkungsprogramm „Strengthening Families“ (SFP) durch. Ermöglicht wird die Umsetzung durch die finanzielle Unterstützung des Rotary-Club St. Veit. Das Programm, an dem aktuell 10 Kinder und Jugendliche sowie deren Familien bzw. Bezugspersonen teilnehmen, wird in den Räumlichkeiten des Fuchspalastes angeboten.

SFP ist ein international und speziell durch die UN empfohlenes Programm zur Stärkung von Familien. Es wurde von Karol Kumper (2010) entwickelt und wird inzwischen weltweit in 36 Ländern umgesetzt. Pro mente: kinder jugend familie GmbH hat es für die Altersgruppe von 6-11 Jahren „übersetzt“, kulturell adaptiert und in Kärnten implementiert.

SFP ist u.a. für Kinder und Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten, Belastungen bzw. Störungen konzipiert. So sind diese Kinder und Jugendlichen vor allem von emotionalen und Verhaltensproblemen – z.B. Ängsten, AHDS und Aggressionsstörungen - betroffen. Herausragendes Merkmal von SFP ist, dass die gesamte Familie und auch weitere Bezugspersonen (Großmutter, Tante, Betreuer-/innen aus Wohngemeinschaften, …) einbezogen werden und teilnehmen können und eine umfassende Unterstützung und Stärkung erhalten. Übergeordnete Ziele des Programms sind die Stärkung der Erziehungskompetenzen, die Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen sowie die Verbesserung der innerfamiliären Kommunikation und Beziehungsstrukturen.

In St. Veit werden die Familien von vier Trainerinnen gecoacht, die Erfahrung in der Arbeit mit Familien mit solchen Problembelastungen haben. Das Programm findet wöchentlich im Ausmaß von 14 Einheiten mit einer Dauer von je 2 ½ bis 3 Stunden statt. Trainerin Mag. Martina Schindler, Klinische und Gesundheitspsychologin, berichtet: „Die Eltern sind sehr motiviert. Sie nehmen die Ideen und Anregungen gern an und freuen sich immer schon auf den Austausch mit anderen Eltern mit ähnlichen Erfahrungen. Das Programm tut ihnen gut!“

Der aktuelle Präsident des Rotary-Club St. Veit, Mag. Max Verdino, nennt SFP „eines unserer Leuchtturmprojekte“. Man könne nicht nur den Kindern helfen, sondern der gesamten Familie. „Dazu war selbstverständlich ein verlässlicher, qualifizierter Partner nötig, den wir mit pro mente: kinder jugend familie haben.“ Grundsätzlich bestehe bei Rotary die Bereitschaft, das Projekt weiterzuführen und möglicherweise mittels einer Kooperation mit Clubs anderer Regionen auszuweiten.

Die klinisch-psychologisch und pädagogische Leiterin von pro mente: kinder jugend familie, Mag. Tanja Bleis, erklärt: „Es ist uns wichtig, dass wir Interventionen anbieten, die wirksam sind, und, dass wir die gesamte Familie einbinden. Wenn wir die Eltern und Bezugspersonen stärken, stärken wir die gesamte Familie - und damit die Kinder. Wir sind dem Rotary-Club für die finanzielle Unterstützung sehr dankbar! Ein großer Dank gilt auch Bürgermeister Gerhard Mock, Stadträtin Silvia Radaelli und Kathrin Rauter vom Fuchspalast, die es uns ermöglichen, das Programm kostenlos in den Räumlichkeiten des Fuchspalastes durchzuführen.“
Mit Ende des Programms werde evaluiert – überprüft-, ob und inwieweit es bei den teilnehmenden Familien die zu erwartenden positiven Veränderungen gebe, erklärt Bleis. „So wissen unsere Kooperationspartner genau, ob die Spendengelder gut und sinnvoll eingesetzt werden. Ich hoffe auf eine Fortsetzung des Familienstärkungsprogramms und weitere Kooperationsmöglichkeiten.“

(Schluss)

17.10. 2018 - Einladung zum Festsymposion "20 Jahre pro mente: kinder jugend familie

Klagenfurt (17.10.2018)

Sehr geehrte Medienvertreterinnen und Medienvertreter,

Im Namen der pro mente Gruppe in Kärnten darf ich Sie herzlich zum Festsymposion „Psychische Gesundheit in einer sich wandelnden Zeit“ anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums von pro mente: kinder jugend familie einladen. Das Symposion findet am Freitag, 16. November 2018 von 08:30 bis 15.00 Uhr im Gebäude B11, Lakeside Park, 9020 Klagenfurt statt.

Den Festvortrag hält Univ.-Prof. Dr. Manfred Döpfner, Hochschullehrer an der Universität Köln, Psychologe, Psychotherapeut und Autor. Details zu den Vorträgen und zum Programm finden Sie hier.

Wir bitten um Termin- und Programmankündigung und freuen uns über Ihre Berichterstattung sowie darauf, Sie möglicherweise am 16. November 2018 bei der Veranstaltung zu begrüßen.

 

19. 4. 2018 Tag der Offenen Tür bei "Saluto" und "Impuls"

pro mente: kinder jugend familie veranstaltete am 19. 4. 2018 von 10 bis 13 Uhr einen Tag der Offenen Tür in der Klagenfurter Tagesstätte „Saluto“ und der Produktionsschule „Impuls“ in der Völkermarkter Straße 97, 9020 Klagenfurt. Die beiden Einrichtungen sind seit Juli 2017 an diesen Standort umgezogen.

Am Standort der Produktionsschule Impuls in Klagenfurt werden 40 Jugendliche und junge Erwachsene, die nach Beendigung ihrer Schulpflicht Unterstützung für ihre weitere berufliche oder schulische Ausbildung suchen, von zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. „Die jungen Menschen nehmen an Trainings teil, werden individuell gecoacht und erwerben soziale Kompetenzen ebenso wie Kompetenzen in den Bereichen Kulturtechniken und Lebenspraxis“, erklärt Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel, Obmann und wissenschaftlicher Leiter von pro mente: kinder jugend familie.

Die Tagesstätte Saluto in Klagenfurt wird derzeit von zwölf Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen im Alter von 15 bis 25 Jahren besucht, die von Beeinträchtigungen, insbesondere psychischen Problemen, betroffen sind. Das Angebot umfasst klinisch-psychologische Beratung und Behandlung, Ergotherapie, Sozialpädagogik und Angehörigenarbeit wie auch fähigkeitsorientierte Beschäftigung, zum Beispiel in der Kreativwerkstatt oder in der Hauswirtschaft. Es gibt Workshops, lebenspraktische und freizeitpädagogische Trainings und die Möglichkeit zur Arbeits- und Berufserprobung. Acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Klagenfurter Projekt tätig. Weitere Tagesstätten und Produktionsschulen gibt es in Villach, Völkermarkt und Wolfsberg, Vertragspartner für die Produktionsschule Impuls ist das Sozialministeriumservice, für „Saluto“ das Land Kärnten.

Spiel betont: „Ziel unserer Einrichtungen ist eine positive Persönlichkeitsentwicklung, die soziale und emotionale Stärkung unserer Klientinnen und Klienten, die Förderung beruflicher, persönlicher und sozialer Fertigkeiten – und dadurch Integration und Teilhabe in Gesellschaft, Schule und Arbeitswelt.“

pro mente: kinder jugend familie ist Teil der pro mente Gruppe Kärnten, einem Zusammenschluss autonomer Rechtsträger zur Nutzung von Synergien und Umsetzung von gemeinsamen Entwicklungspotenzialen. Pro mente: kinder jugend familie widmet sich der positiven Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Familien. Weitere Unternehmen der pro mente Gruppe Kärnten sind die pro mente GmbH, die Reha-Klinik für Seelische Gesundheit und die pro mente Forschung.

 

Tag der Offenen Tür in Klagenfurt
12. 4. 2018 Fachtagung in Linz: Erste Hilfe für die Seele

Was tun, wenn ein Familienmitglied, Freund oder Arbeitskollege eine seelische Krise hat? Obwohl in Österreich jeder dritte Mensch von psychischen Krankheiten betroffen ist, herrscht im Umgang mit Kranken oft Hilf- und Ratlosigkeit. Pro mente Austria hat deshalb das Jahr 2018 unter das Motto „Erste Hilfe für die Seele“ gestellt und bietet Aufklärung und Information, wie psychische Krisen erkannt werden können und wie man darauf reagieren sollte. In Linz findet zu diesem Thema die Fachtagung „Erste Hilfe für die Seele – Von der Nächstenhilfe bis zur professionellen Krisenintervention“ statt, an der auch internationale Vortragende und Bestseller-Autoren wie Dr. Philipp Blom oder Dr. Wolfgang Schmidbauer teilnehmen.

Donnerstag (12. April 2018) – „Obwohl in Österreich jeder dritte Mensch von psychischen Krankheiten betroffen ist, begegnen wir diesen sehr oft mit Rat- und Hilflosigkeit. Betroffene können häufig aus Angst und Scham nicht über ihre Probleme sprechen, was in der Folge zu sozialem Rückzug und Vereinsamung führen kann. Das ist eine aus gesundheitlicher Sicht hochproblematische Situation, der pro mente Austria mit Aufklärung und Hilfe begegnen möchte. Wir haben deshalb das Jahr 2018 unter das Motto ‚Erste Hilfe für die Seele‘ gestellt“, sagt pro mente Austria Präsident Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny. Am 12. April findet in Linz im Landeskulturzentrum Ursulinenhof die Fachtagung „Erste Hilfe für die Seele – Von der Nächstenhilfe bis zur professionellen Krisenintervention“ statt. Es referieren Fachleute aus Österreich und dem Ausland, darunter zwei bekannte Buchautoren, der Historiker Dr. Philipp Blom und der Psychoanalytiker Dr. Wolfgang Schmidbauer. (Ehrenschutz: BM Mag. Beate Hartinger-Klein, LH Mag. Thomas Stelzer, LR Birgit Gerstorfer)

Download der gesamten Presseaussendung als PDF-Dokument

Dies ist eine Presseaussendung von pro mente Austria zur Fachtagung „Erste Hilfe für die Seele“ in Linz.

 

pro mente Austria Fachtagung in Linz
v.l.n.r.: Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny, Dr. Philipp Blom, Dr. Günter Klug, Fotocredit: Pro Mente Austria
13. 10. 2017 Europäische Auszeichnung für Arbeitsprojekte der pro mente kärnten

Klagenfurt (13. Oktober 2017) – pro mente kärnten kann sich über eine europäische Auszeichnung freuen. Beim CEFEC Award, der durch eine internationale Jury vergeben wird, wurden die Arbeitsprojekte der pro mente kärnten GmbH für ihr innovatives und nachhaltiges Engagement ausgezeichnet. Die 30. Jahrestagung der CEFEC fand heuer in Linz statt.

CEFEC steht für „Confederation of European Social Firms, Employment Initiatives and Social Cooperatives“ und ist ein Netzwerk europäischer gemeinnütziger Unternehmen, die im Sozialbereich tätig sind. Das Ziel ist es, bezahlte Arbeit und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen und besonderen Bedürfnissen zu schaffen.

Anlässlich der diesjährigen Tagung in Linz wurde der CEFEC Best Practice Award durch eine internationale Jury vergeben, die die Arbeitsprojekte der pro mente kärnten GmbH auszeichneten.

„Wir sind stolz, dass unsere jahrelangen Bemühungen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen sinnvolle und bezahlte Arbeit anzubieten, auch europäische Anerkennung finden. Das bestätigt, dass wir mit unseren Angeboten rund um die seelische Gesundheit auf einem nachhaltigen und zukunftsgerichteten Weg sind“ freut sich Dkfm. Dr. Josef Hieden, Vorstandsmitglied des Vereins pro mente kärnten.

Nachhaltige Beschäftigung durch hohe Markt- und Kundenorientierung 
Die Arbeitsprojekte können auf eine langjährige Tradition zurückblicken und sind in der heutigen Form seit 1993 in Kärnten etabliert. Aktuell sind sie an den Standorten Klagenfurt, Villach, Spittal an der Drau und Wolfsberg vertreten. Sie gelten als unentbehrliche Hilfsbetriebe im Sinne des § 45 BAO.

Die Arbeitsprojekte bieten Menschen mit besonderen Bedürfnissen kurz- und langfristige Arbeitsplätze. Die Produkte und Dienstleistungen werden dabei markt- und kundenorientiert konzipiert und regional angeboten. Beispiele sind Reinigungs- und Gartenarbeiten, Wäscherei- und Bügeldienste, Stickarbeiten, der Betrieb eines Copy-Shops oder auch diverse Tischlerei- und Holzarbeiten.

Bemerkenswert ist, dass es gelingt, mehr als 75 % der Kosten durch den Vertrieb der eigenen Produkte und Dienstleistungen zu erwirtschaften, der Rest wird durch das Land Kärnten, das AMS oder das Bundessozialministerium gefördert. Zu den Kunden zählen private und öffentliche Unternehmen ebenso wie Privatpersonen. Darüber hinaus bestehen Kooperationen, im Sinne einer Arbeitskräfteüberlassung, unter anderem mit Gemeinden, Schulen, Anlagenbau, Molkereien, Baumärkten sowie Abfallwirtschaftsverbänden.

pro mente kärnten – langjähriger Einsatz im Namen psychischer Gesundheit
Der gemeinnützige Verein pro mente kärnten besteht seit 1979 mit dem Ziel, die sozialpsychiatrische gemeindenahe Versorgung zu verbessern. Mit den Töchterunternehmen pro mente kärnten GmbH sowie der Reha-Klinik für Seelische Gesundheit verfügt man über ein breites Angebot für die kurz- und langfristige Unterstützung bei psychischen Erkrankungen in ganz Kärnten. Die Organisationen gehören zur pro mente Gruppe in Kärnten, einem Zusammenschluss autonomer Rechtsträger zur Nutzung von Synergien und Umsetzung von gemeinsamen Entwicklungspotenzialen, zu der auch die pro mente: kinder jugend familie sowie die pro mente Forschung gehören.

joseph Hieden bei der Verleihung des Preises
Josef Hieden (links) bei der Verleihung des CEFEC Best Practice Award